Archive for the ‘psyche’ Category

Don’t look back - Schatten der Vergangenheit

Dienstag, November 15th, 2011

von Marina de Van, mit Sophie Marceau und Monica Bellucci

Vor kurzem bin ich auf diesen Film gestoßen, und möchte ihn unbedingt weiterempfehlen. Wahnsinnig spannend, die Metamorphose von Sophie Marceau und Monica Bellucci zu beobachten und erst am Ende des Films zu verstehen, warum diese immer abstruser werdende Situation so ist, wie sie ist. Die ganze Zeit war ich auf der Seite von Jeanne (Sophie Marceau) und habe mit ihr den Mann, die Kinder und die Mutter verdächtigt, sie manipulieren zu wollen. Unbedingt anschaun. ;-)

Jeanne – Schriftstellerin, verheiratet, zwei Kinder- leidet wegen eines schweren Autounfalls in ihrer Kindheit an Teilamnesie. Sie kennt ihre ersten acht Lebensjahre nur aus Fotos und Erzählungen. Eines Tages bemerkt Jeanne beunruhigende Veränderungen in ihrem Haus. Der Küchentisch steht anders, die Einrichtung verändert sich, ihr Mann Teo und ihre Kinder sehen auf Fotos und einem Videofilm völlig anders aus. Aber keiner um sie herum scheint etwas zu bemerken. Ihre Familie führt die Ängste auf ihren derzeitigen Stress zurück. Doch dann findet Jeanne ein altes Familienfoto, das in Italien aufgenommen wurde. Sie reist dort hin, um dem Rätsel auf die Spur zu kommen und das Geheimnis ihrer wahren Identität zu lösen. (text: moviepilot.de)

Die Kraft der Gegenwart - ein Selbstversuch

Dienstag, März 2nd, 2010

Kennen Sie das? In Gedanken versunken, nicht wissend was man eben noch gemacht hat? Ich bin beim Zähne putzen und plane in Gedanken den Tag durch. Dann gibt es einen Moment, in dem ich beim besten Willen nicht mehr weiß, ob ich die Zähne schon geputzt habe oder nicht. Ich habe die Gegenwart nicht wahrgenommen.

In meiner Tätigkeit als Projektleiterin habe ich rundum viel zu tun, und bin ständig damit beschäftigt, meine Zeit so effektiv wie möglich zu gestalten und zu optimieren. Dabei geht es auch um eine gute Planung. Doch alle Planung hilft nichts, wenn unvorhersehbare Zwischenfälle eintreffen, und dann gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren und keinen Stress aufkommen zu lassen.
Manchmal verursacht auch schon der bloße Gedanke an das, was noch alles zu erledigen ist, und bis zu einem Zeitpunkt X fertig sein muss, eine stress-geladene Situation.

Keine Frage, das kostet Energie. 

So bin ich auch immer wieder daran interessiert, neue Wege der „Energierückgewinnung“ zu erforschen. Auf Empfehlung habe ich deshalb das Buch von Eckhart Tolle: „Jetzt! Die Kraft der Gegenwart“ gelesen. 

Worum geht es?  

Eckhart Tolle beschreibt in seinem Buch, wie viele Menschen, mit ihren Gedanken in der Vergangenheit oder Zukunft hängend, die Gegenwart nicht bewusst erleben. Er erläutert, weshalb wir uns auf die Gegenwart konzentrieren sollen, und wie wir daraus Kraft schöpfen können. 

Heute ist Tag 2 meines Selbstversuchs. Ich glaube es wirkt schon ;-)
Es gelingt mir gut, mich auf den Moment zu konzentrieren, und so bewusster, stressfreier und effektiver durch den Tag zu kommen (und das obwohl der heutige Tag schon recht turbulent damit begann, dass die Katze ihr Frühstück über den Fußboden erbrach).

Ich habe mich heute auch schon ertappt, wie ich - mal in Gedanken versunken - nicht gegenwärtig war. Jetzt heißt es, dran bleiben. Für alle neugierigen Seelen unter Euch, ausprobieren und erzählen ob’s funktioniert.  

Programmtipp: Philosophie Liebe

Sonntag, Juli 5th, 2009

Was also ist Liebe? Wer beschreibt diesen Zustand am treffendsten? Wer hat den Schlüssel zur wahren Liebe gefunden? Diesen Fragen geht Raphaël Enthoven im Gespräch mit Nicolas Grimaldi nach.

TV auf arte am Montag 6. Juli 2009, 11.25 Uhr, Wiederholung am Dienstag 7. Juli, 01.25 Uhr und 07.00 Uhr. Online auf plus7.arte.tv für weitere sieben Tage nach der Fernsehausstrahlung kostenfrei verfügbar.


Abilene Paradox

Sonntag, Juli 5th, 2009

Gern versucht man, dem Liebsten seine Wünsche von den Augen abzulesen. So verzichtet mancher beim Frühstück auf die obere Hälfte des Brötchens, weil er vermutet, der Partner möge diesen Teil besonders gern. Blöd nur, wenn der Partner in Wahrheit viel lieber die Unterhälfte hätte – und das nicht sagt, weil er seinem Schatz dessen vermeintliche Lieblingshälfte nicht streitig machen will. So bekommt keiner das, was er eigentlich möchte!

„Abilene-Paradox“ nannte Jerry B. Harvey, ein amerikanischer Professor der Betriebswirtschaft, das Phänomen, wenn gut gemeinte Zurückhaltung ein Verhalten auslöst, das den Wünschen aller widerspricht. Denn manche Entscheidungen, die scheinbar auf einem Konsens beruht, basiert in Wirklichkeit auf Sprachlosigkeit. Wie auch in Harveys Familie, die einst an einem schweißtreibenden Tag ins texanische Abilene aufbrach, um dort zu Abend zu essen. Jeder hatte dem Trip zugestimmt, um kein Spielverderber zu sein. Dabei wären alle lieber zuhause geblieben. Aber das stellte sich erst im Nachhinein heraus.

Text: Maike Schlaht, emotion Ausgabe 7, 2009