Archive for the ‘künstler’ Category

Von der Kunst zu leben

Sonntag, Juli 4th, 2010

In der aktuellen Ausgabe von LeonArt erzählt die Landschaftsmalerin Lioba Siemers in einem offenen Interview, was es braucht um von der Kunst zu leben.

vonderkunstzuleben.jpg

Lioba Siemers lebt und arbeitet in der Nähe von Bad Tölz. Ihren Alltag hat sie straff organisiert, denn um als freischaffende Künstlerin zu bestehen braucht es mehr als Inspiration und Kreativität: Viel Arbeit und harte Disziplin.

Das Interview gibt es hier: LeonArt ePaper 

Angesichts der Doppeldeutigkeit des Titels stellt sich mir die Frage: wie viel Lebenskünstler steckt in der frei schaffenden Kunst, und wie frei ist der Künstler dabei wirklich?


 

Twitter goes Moleskine, 2.Akt

Sonntag, Januar 17th, 2010

frauenfuss2.jpg

Gestern gab sich Michaela von Aichberger ‘Frauenfuss‘, die Ehre und lud, in der Münchner Niederlassung, zur Vernissage ihrer Kunstreihe Twitter goes Moleskine (siehe auch Blogeintrag Twitter goes Moleskine).

Die Veranstaltung war sehr gut besucht. Neben unzähligen Mitgliedern der Twittergemeinde war auch Münchner Prominenz aus Internet und Fernsehen vertreten.

Sehr schön fand ich: Frauenfuss als Gastgeberin, die mit ihren Twitternamen, auf Klebeband gekennzeichneten Gäste (times200, der_sprachlose_raimund, HappySchnitzel, … um nur ein paar zu nennen) , die lockere Atmosphäre (wie man sie auch bei Bloggertreffen kennt).

Schade war, dass Frauenfuss mit ihren Werken nicht den Mittelpunkt des Abends bildete und ihre Werke zu wenig Aufmerksamkeit erfuhren. Das mag vielleicht auch an der Präsentation gelegen haben. Die Bücher waren in den Fensterbänken hinter Sitzgruppen versteckt.

frauenfuss1.jpg 

Die Veranstaltung bot einigen anderen Gelegenheit, ihre Netzaktivitäten live zu präsentieren. Meines Erachtens nicht ganz der geeignete Rahmen: wie gesagt, es war Frauenfuss‘ Party, und schwierig in Partylaune und bei entsprechender Lautstärke mancher Poesie zu lauschen.

Immer wieder faszinierend: Menschen ‘kennen’ sich über den Austausch von mal mehr mal weniger grossen Inhalten übers Netz, und treffen sich auf einer Veranstaltung erstmalig in Echt.

‘Ach Du bist das, wir haben uns doch auch schon geschrieben!’

Insgesamt betrachtet ein toller Abend, der meine eigenen Ideen zu Off- und Online-Projekten weiter angekurbelt hat.

Und Michaela, Du bist die Größte! ;-))

Vorbeigehen lohnt sich. Ihre Bilder sind noch von 16. Januar - 6. Februar in der Niederlassung zu bestaunen.

Die therapeutische Manufaktur

Freitag, Oktober 9th, 2009

      

Ich war diese Woche in Wien und habe ein paar echte Schätzchen entdeckt. So, die Arbeiten von Marei Wollersberger, die im Rahmen der Vienna Design Week in der Porzellanmanufaktur Augarten ausgestellt sind.

Ihr Projekt „Die therapeutische Manufaktur“ behandelt die Frage ob die Manufaktur basierend auf tatsächlichen menschlichen Bedürfnissen, entgegen standardisierter Massenproduktion, die Produktionsform der Zukunft sein könnte.
Wie ein therapeutischer Dienstleistungsbetrieb soll die Porzellanmanufaktur nicht nur funktionale und ästhetische Aspekte erfüllen, sondern auch bewusste und unbewusste emotionale Wünsche. Die Produkte sind „soziale Werkzeuge“, die es dem Benutzer ermöglichen, an der Tischkultur, dem zwischenmenschlichen Zusammentreffen, teilzunehmen.
Vorgestellt werden sowohl die Protagonisten dieses Szenarios als auch hypothetische Produkte, sog. „Empathische Kaffeetassen“ für: Misanthrop, Anthropophop, Prokrastinierer, Histrioniker, ADS, Leistungsneurotiker, Hyper-kinetiker, Germophob und Paranoid.

mareiwollersberger1.jpg 

Das „Autobiographische Kaffeeservice“ bedient sich des Prinzips der Familienaufstellung. Hier zeigt Marei Wollersberger das Kaffeeservice einer Person, die sich mit dem Titelhelden aus Kafkas „Verwandlung“, Gregor Samsa, identifiziert. Kaffeekanne „Vater“: Passiv-aggressiv und dominant, beansprucht er den größten Platz am Tisch. Milchkanne „Mutter“: Schwach und die Konfrontation scheuend, versteckt sie sich unter einem großen Trichter. Zuckerdose „Schwester“: Erhaben und unantastbar, geht sie als Stern der Familie aus der Tragödie vor. Kaffeetasse „Gregor Samsa“: Selbstlos und pflichtorientiert, trägt er die Last der Familie auf seinen Beinchen. 
  mareiwollersberger2.jpg  

Danke Marei, diese Arbeit ist wunderbar gelungen und inspiriert mich zu eigenen Projekten im Bereich der Kunsttherapie.

Quelle: Passionswege 2009, Vienna Design Week

Twitter goes Moleskine

Montag, September 14th, 2009

    

Meine liebe Kollegin und Freundin Stephie machte mich heute auf eine tolle Aktion aufmerksam: 

Michaela von Aichberger malt ihre Follower. 

Am 12. Juli 2009 hat Michaela von Aichberger die Aktion “Ich male meine Follower” (#immf) ins Leben gerufen. Sie malt ihre Verfolger so, wie sie sie via Twitter erlebt und lässt sich durch Tweets, Avatare, Nicknames oder Profilgestaltung inspirieren. Jedes dieser kleinen Gemälde landet in ihrem Moleskine-Notizbüchlein und ihrer TwitPic-Galerie. 180 Zeichnungen sind es mittlerweile und es kommen täglich neue hinzu! 

Eine sehr schöne Aktion. Wenn Ihr Frauenfuss auf Twitter folgt, habt Ihr gute Chancen ebenfalls gemalt zu werden!

Im virtuellen Taxi durch Jerusalem

Donnerstag, August 27th, 2009

Mit dem Projekt Taxilink ermöglichten die israelischen Künstler Lila und Alon Chitayat Live-Taxifahrten durch Jerusalem, und das in Linz!
Das Ziel bestimmte dabei der Fahrgast, der in einer Taxikabine via Live-Cams mit dem jeweiligen Fahrer (sichtbar im Rückspiegel!) kommunizieren und seinen Blick (über Leinwand) auf die Stadt teilen konnte.

Taxilink
Bild: Taxilink

Inspiriert durch Jules Verne’s weltbekannten Klassiker sind Ars Electronica und Linz09 mit dem Projekt 80+1 in ebenso vielen Tagen zur selben Reise, mit 20 Destinationen, via Glasfaser und Satellit aufgebrochen. Noch zu bestaunen bis 5.9.

Kunststücke: Edith Zimmerman

Sonntag, August 16th, 2009

 Food art - Kunst aus Lebensmitteln 

Are You There, God? It’s Me, Mantis

Are You There, God? It’s Me, Mantis
Quelle: http://www.edithzimmerman.com/blog

Edith Zimmerman ist bekannt für ihre Kreationen und Kreaturen aus Lebensmitteln. Edith arbeitet als Redakteurin bei The L Magazine in New York City. Sie hat unter anderem für Esquire, Radar, Heeb und das Boston Magazine geschrieben. Neben zahlreichen wunderbaren Texten hat Edith in ihrem Blog weitere Bilder ihrer Kunststücke - zu finden unter ‘Food art’ - veröffentlicht.