Archive for the ‘amnesie’ Category

Don’t look back - Schatten der Vergangenheit

Dienstag, November 15th, 2011

von Marina de Van, mit Sophie Marceau und Monica Bellucci

Vor kurzem bin ich auf diesen Film gestoßen, und möchte ihn unbedingt weiterempfehlen. Wahnsinnig spannend, die Metamorphose von Sophie Marceau und Monica Bellucci zu beobachten und erst am Ende des Films zu verstehen, warum diese immer abstruser werdende Situation so ist, wie sie ist. Die ganze Zeit war ich auf der Seite von Jeanne (Sophie Marceau) und habe mit ihr den Mann, die Kinder und die Mutter verdächtigt, sie manipulieren zu wollen. Unbedingt anschaun. ;-)

Jeanne – Schriftstellerin, verheiratet, zwei Kinder- leidet wegen eines schweren Autounfalls in ihrer Kindheit an Teilamnesie. Sie kennt ihre ersten acht Lebensjahre nur aus Fotos und Erzählungen. Eines Tages bemerkt Jeanne beunruhigende Veränderungen in ihrem Haus. Der Küchentisch steht anders, die Einrichtung verändert sich, ihr Mann Teo und ihre Kinder sehen auf Fotos und einem Videofilm völlig anders aus. Aber keiner um sie herum scheint etwas zu bemerken. Ihre Familie führt die Ängste auf ihren derzeitigen Stress zurück. Doch dann findet Jeanne ein altes Familienfoto, das in Italien aufgenommen wurde. Sie reist dort hin, um dem Rätsel auf die Spur zu kommen und das Geheimnis ihrer wahren Identität zu lösen. (text: moviepilot.de)

Memento

Montag, Januar 4th, 2010

Ein Film über das Gedächtnis, über Vertrauen und die Grundfragen des Lebens.

Dieser Film beginnt mit dem Ende einer Handlungskette. Es wird einem also am Anfang schon das Ende verraten. Aber damit weiß man gar nichts.

Der Versicherungsvermittler Leonard Shelby hat bei einem traumatischen Erlebnis sein Kurzzeitgedächtnis verloren. Seine Frau Catherine wurde vor seinen Augen vergewaltigt und anschließend ermordet. An alles, was davor geschah, kann er sich erinnern, was danach passiert, vergisst Shelby spätestens nach 15 Minuten wieder, denn dann sind seine neuen Erinnerungen gelöscht. Er leidet unter einer anterograden Amnesie.

Er weiß nicht mehr, wem er trauen kann, was sicher ist und was nicht. Er weiß noch nicht mal mehr, ob er sich selbst trauen kann, ob er seiner selbst sicher ist.
Sein Leben dient nur noch einem Zweck. Er will Rache für seine geschändete und ermordete Frau. Dabei werden sein Zeitempfinden und die damit verbundenen Erlebnisse und Schlussfolgerungen regelmäßig unterbrochen – abgebrochen. Er muss sich deshalb ständig neu orientieren.

Du weißt vielleicht, wer du warst, aber nicht, wer du bist.

Um seinen Alltag zu organisieren, nimmt er Polaroidfotos auf und macht sich Notizen. Die Notizen, Fotos und Tätowierungen sollen Shelby Fakten zur Verfügung stellen. Das Problem dabei ist aber, dass auch die Notizen der Interpretation bedürfen, um bedeutsam zu werden und Antwort zu geben.

Der Zuschauer erhält die Gelegenheit, den Film so wahrzunehmen, wie Shelby seine Wirklichkeit wahrnimmt, deshalb laufen die Szenen chronologisch rückwärts ab.

Memento ist ein Film über die Grundfragen menschlicher Existenz. Wer bin ich, wo bin ich und wie lange schon? Dabei wird deutlich, dass das Gefühl eines Selbst also notwendig an Zeit und Konstanz gebunden ist, damit Unterschiede bemerkt und gegebenenfalls eliminiert werden können.

Quellen: DVD, Psychologie Heute