Don’t look back - Schatten der Vergangenheit

November 15th, 2011

von Marina de Van, mit Sophie Marceau und Monica Bellucci

Vor kurzem bin ich auf diesen Film gestoßen, und möchte ihn unbedingt weiterempfehlen. Wahnsinnig spannend, die Metamorphose von Sophie Marceau und Monica Bellucci zu beobachten und erst am Ende des Films zu verstehen, warum diese immer abstruser werdende Situation so ist, wie sie ist. Die ganze Zeit war ich auf der Seite von Jeanne (Sophie Marceau) und habe mit ihr den Mann, die Kinder und die Mutter verdächtigt, sie manipulieren zu wollen. Unbedingt anschaun. ;-)

Jeanne – Schriftstellerin, verheiratet, zwei Kinder- leidet wegen eines schweren Autounfalls in ihrer Kindheit an Teilamnesie. Sie kennt ihre ersten acht Lebensjahre nur aus Fotos und Erzählungen. Eines Tages bemerkt Jeanne beunruhigende Veränderungen in ihrem Haus. Der Küchentisch steht anders, die Einrichtung verändert sich, ihr Mann Teo und ihre Kinder sehen auf Fotos und einem Videofilm völlig anders aus. Aber keiner um sie herum scheint etwas zu bemerken. Ihre Familie führt die Ängste auf ihren derzeitigen Stress zurück. Doch dann findet Jeanne ein altes Familienfoto, das in Italien aufgenommen wurde. Sie reist dort hin, um dem Rätsel auf die Spur zu kommen und das Geheimnis ihrer wahren Identität zu lösen. (text: moviepilot.de)

Was ist Kunsttherapie? Ein Interview.

November 14th, 2011

Sonia Welski-Preisser und Jutta Noack sind zu Gast bei Radio LORA München, Kultur.

Sonia Welski-Preisser ist Mitbegründerin der APAKT München, der Arbeitsgemeinschaft für Psychoanalytische Kunsttherapie.
Sie erklärt u.a. die Begriffe ‘Kunsttherapie’ und ‘Psychoanalytische Kunsttherapie’.

Jutta Noack macht die Ausbildung zur Kunsttherapeutin und gibt einen Einblick in die Ausbildungsinhalte.

Ein gelungenes Interview.
Reinhören unter: MP3-Mitschnitt des Interviews bei “LORA Kultur”.

Art: An unlikely form of army therapy

November 13th, 2011

The BBC’s Culture Show visited an art therapy session at Combat Stress to see how it is helping veterans

With the lack of military hospitals, many veterans are turning to charities for help. One is using the unlikely weapon of art to help fight the psychological wounds of war, while another organisation is actively encouraging artwork in the army.

Outside of the NHS, the charity Combat Stress is the biggest provider of support to armed forces veterans with conditions such as post-traumatic stress disorder (PTSD), depression and anxiety.

Art therapy is one of the treatments it uses. Drawing, sculpting and painting are helping patients manage their symptoms with great success.

“Traumatic memories take a different path from our normal memories and tend to be frozen in the body in the central nervous system,” explains Janice Lobban, who has been a trauma therapist at Combat Stress for the past 10 years.

“When a trauma happens, the person will react to get through the experience, but it leaves the trauma unprocessed. A person might then get a sensory memory like a sound, or sight, or smell, that is reminiscent of the trauma and they re-experience it happening again.”

Read this great article by Genevieve Hassan, Arts reporter on BBC News: http://www.bbc.co.uk/news/entertainment-arts-15676268

“I don’t analyze the pictures. It is important what it means to the client”, Harriet Wadeson.

Januar 29th, 2011

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Im vergangenen Jahr hatte ich das Glück, einem Vortrag von Harriet Wadeson über „Current Trends in Art Therapy“ zu lauschen. Anlass ihres Besuchs in München war die Präsentation der zweiten Auflage ihres Buches „Art Psychotherapy“. Darin beschreibt sie Grundsätze und Anwendungsmöglichkeiten der Kunsttherapie.  

Anhand sehr lebendig beschriebener Beispiele zu Trauma (nach Vergewaltigung, Krisen, 9/11), Stimmungsschwankungen, Schizophrenie, Suchtkrankheiten, u.w.  macht Harriet Wadeson die Lebenssituation von Klienten spürbar und legt die Anwendung und Wirkung der Kunsttherapie verständlich dar. 

Wussten Sie, dass Kunsttherapeuten in USA einen Multi-Cultural-Course belegen müssen, in dem sie die Vielfältigkeit der US-Kultur verstehen lernen? Eine, wie ich finde, sehr sinnvolle Sache. Die Zusammenarbeit zwischen Klient und Therapeut kann sich aufgrund unterschiedlicher Hautfarbe schwierig gestalten, weil vielleicht Vorurteile vorherrschen. Damit umzugehen wird hier vermittelt.

artpsychotherapy1.jpg  Reinlesen.

Harriet Wadeson über sich (Quelle Amazon): I am a pioneer art therapist who entered the field before most people had heard of it. I cut my teeth at the National Institutes of Health (NIH) in Bethesda, MD, where I conducted research for 13 years, and after publishing in many psychiatric journals with only a B.A. degree, got 2 masters degrees and a Ph.D. I directed an art therapy graduate program at the University of Illinois for 23 years and ran its Annual Art Therapy Summer Institute for 20 years. Currently I am heading an art therapy post-graduate program at Northwestern University. I have published 7 books in the field, numerous chapters in art therapy and psychology texts, and approximately 70 papers in professional journals. Awards have included a first prize for research from the American Art Therapy Assn., a Bronze Medal Award from the American Psychiatric Assn., Honorary Life Membership in the American Art Therapy Assn. (the profession’s highest honor), numerous art awards including a first prize from the Smithsonian Institute, a Distinguished Faculty Award from Northwestern University, and a Resolution of Commendation from the Illinois Legislature. I have taught in many countries throughout Europe and Asia and led professional delegations to China, Indonesia, Bali, and Sweden. Currently I am writing novels, having completed 3 except for unending rewrites, but most of my energy right now is going into a cancer memoir that includes both journal entries and artwork.

What can art therapy do?

Juli 17th, 2010

Art therapy combines art and psychology to help adults and children cope with mental and emotional illnesses. A brief but good definition. I received an article from my good friend Rebecca, who found this article in a magazine.

what can art therapy do?

Art therapist Joanna Tan says that the creative process is healing. Here, she shares the other benefits of art therapy:

1 Art helps you express feelings and thoughts that are too difficult to put into words. That’s why it works for all ages and social classes.

what can art therapy do? p2 2 Art therapy helps you sort through your feelings so you can come to terms with tricky situations. It also gives you a sense of accomplishment, enjoyment and personal expression. Its other benefits include:
-
reduces anxiety and stress,
-
 improves self-esteem and confidence,
-
helps cope with grief and loss,
-
develops better interpersonal skills,
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helps one overcome anger and depression.

what can art therapy do? p3 
3 you don’t have to be ‘artistic’. Joanna says art therapy is not an art class – it’s about self-discovery. ‘No one judges your work as ‘good’ or ‘bad’. You don’t have to stick to drawing and paintings either; sculptures, carving, music all can help – what’s important is that you feel comfortable. Then your mind will relax and your feelings will be genuine.’   

See also: www.joannatan.com  
Article by Neena Mittal, Women’s Weekly Singapore , May 2010

Von der Kunst zu leben

Juli 4th, 2010

In der aktuellen Ausgabe von LeonArt erzählt die Landschaftsmalerin Lioba Siemers in einem offenen Interview, was es braucht um von der Kunst zu leben.

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Lioba Siemers lebt und arbeitet in der Nähe von Bad Tölz. Ihren Alltag hat sie straff organisiert, denn um als freischaffende Künstlerin zu bestehen braucht es mehr als Inspiration und Kreativität: Viel Arbeit und harte Disziplin.

Das Interview gibt es hier: LeonArt ePaper 

Angesichts der Doppeldeutigkeit des Titels stellt sich mir die Frage: wie viel Lebenskünstler steckt in der frei schaffenden Kunst, und wie frei ist der Künstler dabei wirklich?


 

Die Kraft der Gegenwart - ein Selbstversuch

März 2nd, 2010

Kennen Sie das? In Gedanken versunken, nicht wissend was man eben noch gemacht hat? Ich bin beim Zähne putzen und plane in Gedanken den Tag durch. Dann gibt es einen Moment, in dem ich beim besten Willen nicht mehr weiß, ob ich die Zähne schon geputzt habe oder nicht. Ich habe die Gegenwart nicht wahrgenommen.

In meiner Tätigkeit als Projektleiterin habe ich rundum viel zu tun, und bin ständig damit beschäftigt, meine Zeit so effektiv wie möglich zu gestalten und zu optimieren. Dabei geht es auch um eine gute Planung. Doch alle Planung hilft nichts, wenn unvorhersehbare Zwischenfälle eintreffen, und dann gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren und keinen Stress aufkommen zu lassen.
Manchmal verursacht auch schon der bloße Gedanke an das, was noch alles zu erledigen ist, und bis zu einem Zeitpunkt X fertig sein muss, eine stress-geladene Situation.

Keine Frage, das kostet Energie. 

So bin ich auch immer wieder daran interessiert, neue Wege der „Energierückgewinnung“ zu erforschen. Auf Empfehlung habe ich deshalb das Buch von Eckhart Tolle: „Jetzt! Die Kraft der Gegenwart“ gelesen. 

Worum geht es?  

Eckhart Tolle beschreibt in seinem Buch, wie viele Menschen, mit ihren Gedanken in der Vergangenheit oder Zukunft hängend, die Gegenwart nicht bewusst erleben. Er erläutert, weshalb wir uns auf die Gegenwart konzentrieren sollen, und wie wir daraus Kraft schöpfen können. 

Heute ist Tag 2 meines Selbstversuchs. Ich glaube es wirkt schon ;-)
Es gelingt mir gut, mich auf den Moment zu konzentrieren, und so bewusster, stressfreier und effektiver durch den Tag zu kommen (und das obwohl der heutige Tag schon recht turbulent damit begann, dass die Katze ihr Frühstück über den Fußboden erbrach).

Ich habe mich heute auch schon ertappt, wie ich - mal in Gedanken versunken - nicht gegenwärtig war. Jetzt heißt es, dran bleiben. Für alle neugierigen Seelen unter Euch, ausprobieren und erzählen ob’s funktioniert.  

Twitter goes Moleskine, 2.Akt

Januar 17th, 2010

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Gestern gab sich Michaela von Aichberger ‘Frauenfuss‘, die Ehre und lud, in der Münchner Niederlassung, zur Vernissage ihrer Kunstreihe Twitter goes Moleskine (siehe auch Blogeintrag Twitter goes Moleskine).

Die Veranstaltung war sehr gut besucht. Neben unzähligen Mitgliedern der Twittergemeinde war auch Münchner Prominenz aus Internet und Fernsehen vertreten.

Sehr schön fand ich: Frauenfuss als Gastgeberin, die mit ihren Twitternamen, auf Klebeband gekennzeichneten Gäste (times200, der_sprachlose_raimund, HappySchnitzel, … um nur ein paar zu nennen) , die lockere Atmosphäre (wie man sie auch bei Bloggertreffen kennt).

Schade war, dass Frauenfuss mit ihren Werken nicht den Mittelpunkt des Abends bildete und ihre Werke zu wenig Aufmerksamkeit erfuhren. Das mag vielleicht auch an der Präsentation gelegen haben. Die Bücher waren in den Fensterbänken hinter Sitzgruppen versteckt.

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Die Veranstaltung bot einigen anderen Gelegenheit, ihre Netzaktivitäten live zu präsentieren. Meines Erachtens nicht ganz der geeignete Rahmen: wie gesagt, es war Frauenfuss‘ Party, und schwierig in Partylaune und bei entsprechender Lautstärke mancher Poesie zu lauschen.

Immer wieder faszinierend: Menschen ‘kennen’ sich über den Austausch von mal mehr mal weniger grossen Inhalten übers Netz, und treffen sich auf einer Veranstaltung erstmalig in Echt.

‘Ach Du bist das, wir haben uns doch auch schon geschrieben!’

Insgesamt betrachtet ein toller Abend, der meine eigenen Ideen zu Off- und Online-Projekten weiter angekurbelt hat.

Und Michaela, Du bist die Größte! ;-))

Vorbeigehen lohnt sich. Ihre Bilder sind noch von 16. Januar - 6. Februar in der Niederlassung zu bestaunen.

Und Nietzsche weinte

Januar 11th, 2010

ist ein wunderbares Buch, das ich Euch unbedingt empfehlen möchte.

  

Worum geht’s?

undnietzscheweinte2.jpgWien, Ende des 19. Jahrhunderts: Der angesehene Arzt Josef Breuer unterzieht dem suizidgefährdeten Friedrich Nietzsche (unter einer zer-störerischen Obsession leidend) einer neuartigen Heilungsmethode, “der Redekur“. Um Nietzsche zum Reden zu bringen, beginnt Breuer von sich und seiner Obsession für eine junge Patientin zu erzählen. So kommt es zwischen dem ruhigen, einfühlsamen Breuer und dem verschlossenen, verletzlichen Nietzsche zu heftigen Rededuellen und einem überraschenden Ende. 

Irvin D. Yalom, der manchen auch durch „Theorie und Praxis der Gruppen-psychotherapie“ bekannt sein dürfte, erzählt so, als hätte sich die Geschichte wirklich zugetragen. Dabei haben sich Nietzsche und Breuer nie getroffen.

Also, unbedingt lesen.

Memento

Januar 4th, 2010

Ein Film über das Gedächtnis, über Vertrauen und die Grundfragen des Lebens.

Dieser Film beginnt mit dem Ende einer Handlungskette. Es wird einem also am Anfang schon das Ende verraten. Aber damit weiß man gar nichts.

Der Versicherungsvermittler Leonard Shelby hat bei einem traumatischen Erlebnis sein Kurzzeitgedächtnis verloren. Seine Frau Catherine wurde vor seinen Augen vergewaltigt und anschließend ermordet. An alles, was davor geschah, kann er sich erinnern, was danach passiert, vergisst Shelby spätestens nach 15 Minuten wieder, denn dann sind seine neuen Erinnerungen gelöscht. Er leidet unter einer anterograden Amnesie.

Er weiß nicht mehr, wem er trauen kann, was sicher ist und was nicht. Er weiß noch nicht mal mehr, ob er sich selbst trauen kann, ob er seiner selbst sicher ist.
Sein Leben dient nur noch einem Zweck. Er will Rache für seine geschändete und ermordete Frau. Dabei werden sein Zeitempfinden und die damit verbundenen Erlebnisse und Schlussfolgerungen regelmäßig unterbrochen – abgebrochen. Er muss sich deshalb ständig neu orientieren.

Du weißt vielleicht, wer du warst, aber nicht, wer du bist.

Um seinen Alltag zu organisieren, nimmt er Polaroidfotos auf und macht sich Notizen. Die Notizen, Fotos und Tätowierungen sollen Shelby Fakten zur Verfügung stellen. Das Problem dabei ist aber, dass auch die Notizen der Interpretation bedürfen, um bedeutsam zu werden und Antwort zu geben.

Der Zuschauer erhält die Gelegenheit, den Film so wahrzunehmen, wie Shelby seine Wirklichkeit wahrnimmt, deshalb laufen die Szenen chronologisch rückwärts ab.

Memento ist ein Film über die Grundfragen menschlicher Existenz. Wer bin ich, wo bin ich und wie lange schon? Dabei wird deutlich, dass das Gefühl eines Selbst also notwendig an Zeit und Konstanz gebunden ist, damit Unterschiede bemerkt und gegebenenfalls eliminiert werden können.

Quellen: DVD, Psychologie Heute